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Genetische Tests
Wir führen genetische Tests durch, die Ihnen das Potential Ihres Organismus und die Gesundheitsrisiken aufzeigen, um preventiv die Krankheiten vorbeugen und Ihre Stärken ausbauen zu können.
Risiko für Bluthochdruck - Hypertoniegene

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Aktuelle Studien (Stand 2024/2025) identifizierten über 2.000 genetische Marker, die den Blutdruck beeinflussen. Zu den bekanntesten Genen gehören:
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AGT (Angiotensinogen): Beeinflusst das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, welches den Flüssigkeitshaushalt reguliert.
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CAV1 (Caveolin-1): Steht im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom und Gefäßfunktionen.
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ACE: Ein Gen, das das Angiotensin-konvertierende Enzym kodiert.
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Kardiovaskuläres Risiko - Herzinfarkt

Die koronare Herzkrankheit (KHK) wird durch ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher Gene und Umweltfaktoren beeinflusst. Aktuelle genomweite Assoziationsstudien (GWAS) identifizierten bis 2026 über 250 genetische Risiko-Loci.
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Fettstoffwechsel:
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Mutationen in den Genen führen zu stark erhöhten LDL-Cholesterinwerten und einem massiv erhöhten KHK-Risiko.
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Andere Gene korrelieren direkt mit den Serum-LDL-Werten und dienen als Prädiktoren für das Erkrankungsrisiko.
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Gefäßfunktion & Struktur:
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Diese Gene sind nicht nur mit KHK, sondern auch mit Gefäßverkalkungen und spontanen Gefäßrissen assoziiert.
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Medikamnetenverträglichkeit

Die Wissenschaft der Pharmakogenetik ermöglicht es heute zunehmend, Therapien individuell anzupassen ("Präzisionsmedizin").
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Vor allem in der Onkologie (z. B. Tamoxifen), Kardiologie (Blutverdünner) und Psychiatrie (Antidepressiva) werden Gentests eingesetzt, um die optimale Dosierung zu finden und schwere Nebenwirkungen zu vermeiden.
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Vorteil: Anstatt "Versuch und Irrtum" kann direkt das passende Medikament in der richtigen Dosis gewählt werden
Krebsrisiko

Falls in Ihrer Familie Fälle von Krebserkrankungen gehäuft oder in jungem Alter aufgetreten sind, kann eine genetische Untersuchung sinnvoll sein. Seit 2025/2026 werden vermehrt polygene Risiko-Scores (PRS) genutzt, um individuelle Vorsorgepläne jenseits der Standardrichtlinien zu erstellen.
Alzheimer-Risiko

In Deutschland gelten laut aktuellen Expertenberichten (2025/2026) mehr als ein Drittel der Demenzfälle als potenziell vermeidbar durch frühzeitige genetische Untersuchungen und Kontrolle von Risikofaktoren.
Übergewicht-Risiko

Das Adipositas-Risiko wird durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung, epigenetischen Mechanismen und Umweltfaktoren beeinflusst. Während Gene die individuellen Voraussetzungen festlegen, entscheiden Lebensstil und Umwelt maßgeblich darüber, ob sich Übergewicht tatsächlich manifestiert.
Aktuelle Strategien zur Prävention setzen verstärkt auf personalisierte Ansätze, moderne pharmakogenetische Tests und neue sehr effektive Medikamente.
